Über den Verein

--> Liste der Fahrzeuge des Vereins

Über das Vereinsgeschehen und Wissenswertes über die Eisenbahn informiert die Lienzer Südbahn-Zeitung

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Im Hinblick auf die historische Bedeutung der Eisenbahn für die Stadt Lienz hatte sich der Stadtrat mit dem damaligen Bürgermeister Hubert Huber im November 1979 entschlossen, die Dampflokomotive 52.3816 zu kaufen. Sie konnte betriebsfähig gemacht werden und wurde dem Verein der Eisenbahnfreunde in Lienz, der aus diesem Anlass gegründet wurde, zur Betreuung übergeben. Gründungsversammlung 29.Februar 1980 

Vereinsvorstand für die Funkionsperiode vom 7.5.2014 bis 6.5.2017
Obmann Nikolaus Ladinig
Obmann StV. Ing. Felizian Krenn
Obmann StV. Ing. Martin Freigner
Schriftführer Dr. Wolfgang Obernosterer
Kassier Walter Hauser
Leiter der Sektion "Modelleisenbahn" Mag. Dr. Karl Notdurfter

 Eisenbahn Villach-Franzensfeste

Die im Jahre 1859 gegründete kaiserlich-königliche Südbahn-Gesellschaft hatte unter anderem in den Jahren 1869 bis 1871 die 212 Kilometer lange Eisenbahnlinie von Villach durch das Drau- und Pustertal nach Franzensfeste gebaut und am 21. November 1871 in Betrieb genommen. Diese Bahnlinie, die in Marburg an der Drau (Meereshöhe 270 m), dem heutigen Maribor, ihren Ausgangspunkt hat, hat bis Lienz (Meereshöhe 676 m) den Charakter einer Talbahn (Marburg – Lienz 270 km * Pustertalbahn Lienz – Franzensfeste 107 km * Marburg – Villach 165 km * Villach – Franzensfeste 212 km * Gesamtlänge Marburg - Franzensfeste 377 km). In Lienz beginnt die Bahn zu steigen und erreicht in Toblach (Meereshöhe 1211 Meter) den höchsten Punkt der Bahn. Bei einer Länge von 46 Kilometern (Lienz – Toblach) müssen 535 Höhenmeter überwunden werden. Lang anhaltende Steigungen von bis zu 25‰ in Verbindung mit den vielen Bögen erfordern wesentlich höhere Zugkräfte als in der Ebene. Bergwärts fahrende Züge mussten daher vielfach mit mehreren Lokomotiven gleichzeitig bespannt werden. Aus diesen Gründen war in Lienz die Stationierung einer höheren Anzahl von Dampflokomotiven vorgesehen. So waren am 1. 9. 1915 in Lienz 63 Lokomotiven stationiert.

Heizhausanlage Lienz

Der Architekt Wilhelm von Flattich – er war in der damaligen Zeit für die Hochbauten an der Brenner- und Pustertalbahn zuständig - ließ in Lienz eine dreigleisige und 94 m lange Remise mit zwei bild Anbauten und zusätzlich ein Rundhaus mit Drehscheibe für Dampflokomotiven errichten. Diese Heizhausanlage bestand in diesem Umfang bis zum Jahre 1945: Auf u3Grund von Bombardierungen (2. Weltkrieg) wurde das Rundhaus zur Gänze zerstört und die lange Remise arg beschädigt. Während vom Rundhaus nur mehr ein Segment wieder aufgebaut wurde und man die Drehscheibe entfernte, wurde die lange Remise vollständig instandgesetzt. Lediglich ein Anbau wurde nur mehr erdgeschossig ausgeführt. Im Gelände wurde im Bereich der Kohlendepots um 1942 eine weitere Drehscheibe errichtet, die heute noch, als technisches Denkmal geschützt, besteht. bild Mit der Stationierung der Diesellokomotiven der ÖBB Reihe 2045 in Lienz um 1954 begann der fließende Übergang von der Dampf- zur Dieseltraktion, die mit dem Abzug der Dampflokomotive 92.2271 glaublich im Jahre 1965 endgültig vollzogen war. Die Zeit des Einsatzes von u4Dieseltriebfahrzeugen endete mit dem Abschluss der Elektrifizierung der Eisenbahnlinie Spittal-Millstättersee - Franzensfeste am 28. Mai 1989. Damit endete nach 118 Jahren in Lienz auch die Notwendigkeit zur Stationierung und der damit verbundenen Instandhaltung von Lokomotiven, da die nunmehr hier eingesetzten elektrischen Triebfahrzeuge der ÖBB in Villach und Innsbruck stationiert sind und dort gewartet werden.

Heute beherbergt das Heizhaus den Verein der Eisenbahnfreunde Lienz, der dort verschiedenste Fahrzeuge aus längst vergangenen Zeiten erhält.

 

 

 

 

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