Entstehung

Heizhaus

Im November 1871 wurde die Eisenbahnlinie Villach – Franzensfeste in Betrieb genommen.

Aus dieser Zeit stammt auch der einzige erhaltene Langlokschuppen der Südbahn – das Südbahn Heizhaus, welches zum Betrieb von Dampflokomotiven errichtet wurde. Mit einfachen Maschinen, Wasser und Kohle wurde ein technisches Zeitalter, welches das Wirtschafts- und Gesellschaftsleben im wahrsten Sinne des Wortes revolutionierte, eingeleitet.

Wo anno dazumal die „Dampfrösser“ der kaiserlich königlich privilegierten Südbahngesellschaft gewartet und für ihre Ausfahrten vorbereitet wurden, kann man heute Eisenbahngeschichte auf 1.800 m² Ausstellungsfläche hautnah erleben: z.B. die Besichtigung der Führerstände in einer Dampflokomotive und E-Lok und die Funktion von altösterreichischen Signalanlagen. Ebenso sind Diesellokomotiven, Nostalgiewaggons, eine Drehscheibe und Modellbahnanlagen zu sehen. Das Heizhaus, das sich nahezu in unverändertem Zustand befindet und die Drehscheibe stehen unter Denkmalschutz.

Der Verein der Eisenbahnfreunde in Lienz hat es sich zum Ziel gesetzt, das alte Lienzer SÜDBAHN HEIZHAUS mit seinen Schienenfahrzeugen, Exponaten und historischen Schriften der Nachwelt zu erhalten; in großer Anerkennung des Erfindergeistes und der Leistungen unserer Vorfahren.

Projektumfang: € 450.000 (netto)

Die Instandsetzung und Vitalisierung der Lokomotivremise und von Schienenfahrzeugen und Exponaten erfolgte im Rahmen eines EU-Projektes

Finanzierung:

Europäische Union 32,5 %

Land Tirol, Kultur 16,25 %

Landes-Gedächtnis-Stiftung 16,25 %

Eigenmittel 35 %

Die Eigenmittel setzen sich zusammen aus Beiträgen des Vereines der Eisenbahnfreunde in Lienz, der Stadt Lienz, des Tourismusverbandes Lienz, des Bundesdenkmalamtes und der ÖBB